Skulptur an der Fassade 2008
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Faltblatt zur Ausstellung, 2007
Start zum Rundgang
Liesel Kochsiek-Jakobfeuerborn, freie Mitarbeiterin des Museums und Vorsitzende des Museumsvereins
Führung in der Ausstellung, 2008

Stadtgeschichte, Baugeschichte, Lebensgeschichten: Die neue Stadtgeschichtliche Ausstellung

"Vielschichtig. Stadtgeschichte, Baugeschich- te, Lebensgeschichten" - so lautet der Titel der Dauerausstellung, die am 17. Juni 2007 eröffnet wurde. Die mehr als 800jährige Geschichte der Stadt Lemgo steht im Zentrum der Ausstellung.

Zentrale Themen der Ausstellung sind: Münzprägung, Hanse, Kloster St. Marien, Reformation, Lemgo als Verlagszentrum der Aufklärung in Westfalen, Keramikproduktion, Meerschaumpfeifen-Fabrikation sowie die Entstehung der Holzindustrie und des Wagenbaus. Am Ende des Rundgangs steht die Auseinandersetzung mit der Stadtgeschichte des 20. Jahrhunderts. In der Ausstellung können Besucher und Besucherinnen in alten Lemgoer Tages- zeitungen stöbern, ein Fotoalbum aus dem Jahre 1937 durchblättern und sich alte Filme im Museumskino anschauen.

Das Hexenbürgermeisterhaus, erbaut in den Jahren 1568-71, ist das bedeutendste Exponat der Ausstellung. Viele Spuren der mehr als 400-jährigen Geschichte des Hauses und seiner Bewohner und Bewohnerinnen wurden in den vergangenen Jahren entdeckt und von Restauratoren freigelegt.  Es gibt wohl nur wenige Bürgerhäuser des 16. Jahrhunderts, in denen Besucher und Besucherinnen soviel über die Bau-, Haus- und Nutzungsgeschichte eines einzelnen Hauses erfahren können wie im Hexenbürgermeisterhaus.

Lebensgeschichten ziehen sich wie ein roter Faden durch die Ausstellung. Dem Arzt, Naturforscher und Reisenden Engelbert Kaempfer (1651-1716) ist ein eigener Ausstellungsraum gewidmet. Im Hof des Hexenbürgermeisterhauses steht ein Ginkgo-Baum, der vor mehr als 70 Jahren gepflanzt wurde. Er erinnert daran, dass Engelbert Kaempfer als erster Europäer den Ginkgo, dem er in Japan begegnet war, beschrieben hat.

Die Themen der Ausstellung sind ebenso vielfältig wie ihre Gestaltung. Neben Objekten, die in Vitrinen gezeigt werden, gibt es Inszenierungen zum Anfassen und moderne Ausstellungsmedien. Die Ausstellung wurde durch das Büro Kessler & Co., Mülheim/Ruhr gestaltet.

Rundgang