Eingang Haus Weege 2008
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Restauratoren beim Wiedereinbau der Doppelt�r, 2004
Freilegung des Steinpflasters, Foto: 2003
Westgiebel im Speicher nach der Freilegung
Besucherinnen in der Diele, 2008

Instandsetzung, Sanierung und Erweiterung

In den Jahren 1998 bis 2004 wurde mit finanzieller Förderung der STAFF STIFTUNG Lemgo und des Landes Nordrhein-Westfalen eine umfassende Instandsetzungsmaßnahme durchgeführt. Die besondere Aufgabe bestand darin, das Haus als Baudenkmal mit der Nutzung als Museum in Einklang zu bringen. 

 

Zunächst wurden die erhaltungswürdigen Bauteile festgelegt. Auf dieser Grundlage entstanden Konzepte für die Erhaltungs- maßnahmen und die erforderlichen Ergänzungen für die Museumsnutzung.

 

Wichtige Aspekte der Instandsetzung bildeten die Erneuerung der Klima- und Haustechnik, der Einbau einer Temperierung sowie die Stabilisierung des Gebäudes aus statischer Sicht. Die Großflächigkeit des alten Speichergeschosses wurde wieder hergestellt. Außerdem wurde ein neues Treppenhaus mit Fahrstuhl angefügt, das große Teile des Museums für Rollstuhlfahrer zugänglich macht. Bei der Umsetzung der Maßnahmen wurden jeweils für den Einzelfall bautechnische Lösungen zur Bewahrung der Denkmalwerte entwickelt. 

 

Die Instandsetzungsmaßnahme wurde von der Bauforschung begleitet (Dr. Holger Reimers, Hohenfelde). Viele bauhistorische Spuren konnten entdeckt werden. Mit Blick auf den Denkmalwert wurden Putz- und Farboberflächen sowie Befunde erhalten und sichtbar gemacht. Historische Konstruktionen stehen nun neben den neuen Maßnahmen zur Sicherung. Spuren früherer Farbgebungen wurden in ein zeitgemäßes Farbkonzept eingebettet.

Die bauhistorischen Befunde werden in der Ausstellung mit Text und Bild erläutert. Wie in kaum einem anderen Baudenkmal wird im Hexenbürgermeisterhaus gezeigt, wie die angewandte Bauforschung arbeitet, welche Spuren sie finden kann und wie sich Denkmalpflege und moderne Baukultur in einem Museum verbinden lassen.

 

Zehn Jahre nach dieser Instandsetzung stehen nun 2013 am Hexenbürgermeisterhaus wieder umfangreiche Arbeiten an! Die prunkvolle Fassade der Ostseite des Denkmals wird in mühevoller Arbeit restauriert, um die witterungsbedingten Schäden des Sandsteins zu beheben.